Die richtigen Kunden als Fotograf erreichen

Bestimmung der Zielgruppe in der Fotografie

Willst du mit deinem Fotobusiness durchstarten, solltest du mit der Bestimmung deiner Zielgruppe beginnen. Möchtest du für deine Zielgruppe relevant sein, solltest du sie direkt ansprechen und sie mit interessantem Content von dir überzeugen. Viele Fotograf*innen gehen bei der Zielgruppenanalyse von ihrer angebotenen Dienstleistung und der Positionierung in einem oder mehreren Bereichen der Fotografie aus. Warum dies nicht genügt und welche Vorteile es hat, seine Kunden zu kennen, erklären wir dir nun:

Wie definiere ich meine Zielgruppe?

Die Definition der eigenen Zielgruppe ist häufig gar nicht so einfach. Deswegen ergibt es Sinn, mit der Analyse von Bestandskunden anzufangen. Du solltest dir daher die folgenden Fragen stellen:

  1. Mit wem arbeite ich gern zusammen?

  2. Welche Bedürfnisse meiner Kunden erfülle ich oder wobei benötigen sie meine Hilfe?

  3. Wer empfiehlt mich und meine Arbeit weiter?

  4. Wie ist mein Angebot in der Kundenwahrnehmung positioniert?

  5. Gibt es gemeinsame Themen oder spezifische Anliegen, die bei meinen Bestandskunden auftreten?

  6. Welche meiner fotografischen Dienstleistungen haben meine Bestandskunden in der Vergangenheit gebucht? 

Versetze dich in deine Kunden hinein!

Ausgehend von den vorherigen Fragen, kannst du dir nun ein paar deiner Kunden mit unterschiedlichen Merkmalen heraussuchen und wichtige demografische Aspekte, wie Alter, Geschlecht und Herkunft sammeln. Während du zunächst die Zielgruppe aus deiner Perspektive betrachtest, solltest du danach versuchen dich direkt in deine Kunden hineinzuversetzen. Dabei kannst du über verschiedene Aspekte, bezogen auf dein Angebot, nachdenken:

  1. Welche Wünsche haben meine Kunden wirklich?

  2. Was kann ich tun, um ihnen mein Angebot noch einfacher zugänglich zu machen?

  3. Wie treffen meine potenziellen Kunden ihre Kaufentscheidungen und welche Aspekte fließen in ihre Wahl eines Fotografen oder einer Fotografin ein?

  4. Durch welche Hürden könnten meine Kunden abgehalten werden, mein Angebot zu nutzen?

(Bei den Fragen handelt es sich um Beispiele! Sie bieten zwar einen Einblick in einen möglichen Start der Analyse, ersetzen aber keine umfangreiche Betrachtung.)


Du startest dein Fotobusiness gerade erst und hast noch keine Kunden? Kein Problem! Auch Gespräche mit Interessenten oder potenziellen Kunden können dir Aufschluss über deine zukünftige Zielgruppe geben. Mithilfe von Umfragen oder Kennenlerngesprächen kannst du mehr über sie, ihre Bedürfnisse und Wünsche erfahren.

Woher kriege ich relevante Daten für meine Zielgruppenanalyse?

Daten sind die Grundlage, um die eigene Zielgruppe als Fotograf*in genau eingrenzen zu können. Gehen wir davon aus, dass du bereits mit Kunden zusammengearbeitet hast, stehen dir verschiedene Methoden zur Datenanalyse zur Verfügung:

  • Google Analytics ist ein wichtiges Instrument zur Datenerhebung. Mithilfe des Tools kannst du nicht nur Informationen zur Demografie, Standort oder Interessen deiner Zielgruppe sammeln, sondern auch ihre Verhaltensweisen auf deiner Website beobachten.

  • Social Media-Plattformen wie Instagram, Facebook oder LinkedIn bieten ihren Nutzern “Insights”. Insights sind Statistiken, die genutzt werden können, um mehr Informationen über die eigenen Follower und deren Verhalten zu sammeln. 

  • Es existieren verschiedene Umfrage-Tools, die du nutzen kannst, um Feedback von deiner Zielgruppe zu erhalten. Damit an deiner Umfrage teilgenommen wird, kannst du beispielsweise als Dankeschön unter allen Teilnehmern ein kleines Fotoshooting verlosen oder eine Rabattaktion für einen Einkauf in deinem Onlineshop erstellen. Beispiele für gute Umfrage-Tools, die kostenlos genutzt werden können, sind SurveyMonkey und Google Forms.

  • Wenn du schon etwas länger in der Fotografie aktiv bist und einige Fotoshootings gemacht hast, kannst du auch die Daten deiner bisherigen Kunden als Grundlage für eine Analyse nehmen. Durch die Pflege deiner Kontakte in Kundenverwaltungs- bzw. CRM-Systemen kannst du aussagekräftige Auswertungen vornehmen.

  • Neben der Betrachtung der eigenen Kunden, kann auch die Analyse der Konkurrenz sowie deren Kunden wichtige Erkenntnisse bringen. Mit Tools wie SEMrush oder Ahrefs können Strategien und Daten wie Website-Traffic deiner Mitbewerber ausgelesen und für deine Analyse aufbereitet werden.

Warum muss ich als Fotograf*in überhaupt eine Zielgruppenanalyse machen?

Auf der Suche nach einem Profi, der die eigenen Fotowünsche ideal umsetzt, erkundigen sich Interessierte meist erst einmal über das aktuelle Angebot in ihrer Umgebung. Die Auswahl ist vor allem in Großstädten sehr breit gefächert und kann Kunden vor die große Frage stellen: Wen soll ich für ein Fotoshooting buchen? Hier kommst du und deine zielgerichtete Ansprache ins Spiel! Denn wenn du deine Klientel genau kennst, kannst du sie mit gewissen Anreizen direkt zu dir locken. Eine Zielgruppenanalyse bietet dir einige Vorteile:

  • Du gewinnst ein tiefes Verständnis über die Bedürfnisse, Vorstellungen und Wünsche deiner Kunden und kannst diese in deine Marketingstrategie einbeziehen.

  • Durch die zielgerichtete Ansprache werden deine Wunschkunden auf dich aufmerksam.

  • Indem du auf deine Zielgruppe genau eingehst, steigerst du ihre Zufriedenheit und unterstützt die Bildung einer langanhaltenden Kundenbindung, die dazu führt, dass Kunden bei Bedarf immer wieder ein Fotoshooting bei dir buchen und sich nicht der Konkurrenz zuwenden.

  • Durch die genaue Kenntnis deiner Zielgruppe kannst du deine Dienstleistungen individuell anpassen und für deine Kunden optimieren.


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